Auf dem Weg zur Mittelschule

Die Hauptschule Roßtal wird Mittelschule

Es ist beabsichtigt, dass die Hauptschule Roßtal zusammen mit der Hauptschule Stein und der Hauptschule Oberasbach im Rahmen eines Schulverbundes bereits im nächsten Schuljahr Mittelschule wird.

 

Um Mittelschule werden zu können, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein:

Eine Mittelschule muss die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales aufweisen.

Hinter den sogenannten Zweigen Technik, Wirtschaft und Soziales verbirgt sich nichts anderes als die bisherigen Schulfächer:

  • Technik entspricht dem Fach GtB (Gewerblich-technischer Bereich)
  • Wirtschaft entspricht derm Fach KtB (Kommunikationstechnischer Bereich)
  • Soziales entspricht dem Fach HsB (Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich)

Für alle Zweige besitzt die jetzige Hauptschule Roßtal optimal ausgestattete Fachräume.

Wir werden auch als Mittelschule unseren Schülerinnen und Schülern alle drei Zweige anbieten. Wenn sich für einen der drei Zweige nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler melden, werden sie in ihrem Zweig an einer anderen Schule des Schulverbunds unterrichtet werden.

Eine Mittelschule muss ein Ganztagsangebot aufweisen.

Bereits seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es die Offene Ganztagsschule Roßtal, ein offenes Ganztagsangebot, das von der Evangelischen Kirchengemeinde Roßtal getragen wird. Das Konzept dieses Angebots können Sie hier nachlesen.

Ein Vorteil unseres offenen Ganztagsangebots ist die Betreuung während der Ferien.

Eine Mittelschule muss ein Angebot aufweisen, das zum mittleren Schulabschluss führt.

Schon seit vielen Jahren war es besonders leistungsstarken und leistungsbereiten Schülerinnen und Schülern möglich nach den Jahrgangsstufen 6, 7, 8 und 9 auf den M-Zweig der Hauptschule zu wechseln, der bisher an der Hauptschule Zirndorf für alle Schulen im südlichen Landkreis Fürth zur Verfügung stand. Ein eigener M-Zweig war und ist wegen zu geringer Schülerzahlen in Roßtal nicht möglich.

Zukünftig werden im Rahmen des Mittelschulverbunds M-Schüler am Schulstandort Oberasbach die Möglichkeit haben den mittleren Schulabschluss zu erwerben, beginnend in Schuljahr 2010/11 mit der M7.

Eine Mittelschule kooperiert mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur.

Die enge Kooperation mit den Betrieben vor Ort wird in Roßtal seit Jahren praktiziert und auch geschätzt. Erweiterte Praktika, „Praxis an der Hauptschule" und berufsorientierender Unterricht sind Merkmale unserer Schule. Die Lehrstellen-Börse auf unserer Homepage bietet unseren Schülerinnen und Schülern Ausbildungsplätze und Praktika an.

Informationsveranstaltungen mit Vertretern der Deutschen Telekom, der Deutschen Bahn, verschiedener Innungen und die Besuche des Infomobils der Metall- und Elektroindustrie erweitern den Horizont über die regionale Wirtschaft hinaus.

Die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur erfolgt seit Jahren durch BIZ-Besuche, Beratungsstunden durch den Berufsberater, Arbeit mit den Materialien der Arbeitsagentur.

Schülergruppen haben bereits Berufsschulen und auch Berufsfachschulen besucht und erkundet.

Diese langjährigen Erfahrungen werden wir in den Mittelschulverbund einbringen.

Eine Mittelschule fördert Schüler individuell/modular im Klassenverband.

Für die individuelle Förderung im mathematischen Bereich nutzen wir das Material unserer Mathematik-Lernwerkstatt. Hier kann Mathematik im eigentlichen Sinne des Wortes auch tatsächlich „begriffen" werden.

Im Unterricht in Deutsch und Englisch setzen wir Computerlernprogramme ein, die auf die verwendeten Schulbücher abgestimmt sind. Diese Lernprogramme ermöglichen Schülerinnen und Schülern ein Üben auf individuell passendem Niveau im individuellen Lerntempo.

Wir hoffen, dass wir zukünftig als Mittelschule durch eine ausgebildete Förderlehrkraft unterstützt werden.

Wir sind zuversichtlich, dass unsere Schule das Prädikat „Mittelschule" verliehen bekommen wird, sobald der Freistaat Bayern hierzu die rechtlichen Bedingungen geschaffen hat und der Verbund mit den Schulen in Oberasbach und Stein eingegangen wurde.

Werner Heidenreich